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23.12.2020-Adventsfenster -Fam. Mona Gampel, Pfälzer Str.

Der Weihnachtstern erzählt

Hallo Freunde des Adventsfensters,

dieses Jahr ist es mir sehr schwer gefallen ein passendes Thema für unser Adventsfenster zu finden. Keine Geschichte wollte mir gefallen, ich gab es erst einmal auf. Es war schließlich noch Zeit bis zum 23. Dezember.

Dann kam die Lösung zu mir, als ich gar nicht mehr daran dachte und zwar in Form eines Weihnachtssterns. Nein, ich habe nicht den Stern vom Betlehem gesehen, keine Sorge!

Mein Mann brachte einen Weihnachtstern mit nach Hause, diese Pflanze, die im Advent überall verkauft wird. Ich war begeistert, so ein schönes Exemplar. Unten tief dunkelgrün und oben die Blätter in sattem Rot. Herrlich! Wie gut er mit seinen weihnachtlichen Farben zur restlichen Deko passte. Da fiel mir meine Zeit in Südamerika wieder ein. Staunend stand ich damals am Vorgarten des Nachbarhauses. Dort wuchs ein Weihnachtsstern, der gut drei Meter hoch war. Ich hatte ihn erst gar nicht als Weihnachtsstern erkannt. Doch dann bemerkte ich, dass er tatsächlich überall wuchs – eine beliebte Gartenpflanze.

Warum gibt es ihn bei uns immer in der Weihnachtszeit zu kaufen? Nur wegen der Farben?

Naja, wenn man etwas nicht weiß, soll man fragen und genau das habe ich dann getan. Ich habe den Weihnachtsstern einfach mal gefragt!        

Wie sich herausstellte ist es eine „Sie“, Euphorbia pulcherrima oder auch Poinsetta. Und eine richtige Plaudertasche ist sie auch noch. Darum lasse ich sie jetzt am besten selbst erzählen.

 

Guten Abend liebe Menschen,

vorgestellt wurde ich ja schon. Ich freue mich sehr, dass sich so viele für meine Herkunft interessieren. Ich will euch gern erzählen wie das war, damals.

Entstanden bin ich ja weit, weit bevor euer Gott seinen Sohn auf die Erde schickte, im heutigen Mexico. Es gab da eine aztekische Göttin, die unglücklich verliebt war. Ihre Liebe wurde nicht erwidert und ihr armes Herz brach. Einige Tropfen ihres Herzblutes fielen auf die Erde und daraus erwuchs ich. Meine Freunde, die Kolibris, halfen mir, mich über ganz Mittel- und Südamerika auszubreiten. Der große Herrscher Montezuma trug auch dazu bei mich bekannt zu machen. Ich darf mit Stolz sagen, ich war seine Lieblingspflanze! Er schmückte seine Residenzen und Altäre mit mir. Ich war ein Symbol der Liebe und Reinheit für ihn und sein Volk. Später wurde ich dann, als eine von vielen Pflanzen, von der neuen in die alte Welt verschifft. Richtig bekannt wurde ich aber erst später. Denn da geschah etwas Unglaubliches.

Ein Engel höchstpersönlich erteilte mir einen besonderen Auftrag. Ich, als bekannte Pflanze der Liebe, sollte auch für euch Christen zu einem Symbol der Liebe werden.

Das geschah folgendermaßen:

Die kleine Pepita und ihre Familie gingen an Heilig Abend zur Messe in die große Kathedrale von Mexico City. Das kleine Mädchen freute sich sehr, sie kannte viele Geschichten aus der Bibel. Die Familie war tief gläubig aber auch sehr arm. Der Gottesdienst war immer eine kleine Abwechslung im tristen und von der Armut geprägten Alltag. Sie konnte es nicht erwarten, riss sich los und rannte nach vorne zum Altar. Dort war, wie bei euch heute noch, eine Krippe mit der Heiligen Familie aufgebaut. Früher war es Brauch, Geschenke für das Jesuskind vor die Krippe zu legen. Pepita hatte an alles gedacht. Auf dem Weg zur Kathedrale hatte sie einige Gräser und Pflänzchen ausgezupft um nicht mit leeren Händen dazustehen. Sie legte ihr „Sträußchen“ nieder. Im Gegensatz zu den anderen Gaben sah es allerdings sehr gering, fast schon schäbig, aus. Pepita schämte sich, sie hatte doch nichts. Was hätte sie dem Jesuskind denn schenken sollen? Ihre Armut tat ihr im Herzen weh. Dicke Tränen kullerten über ihre Wangen und fielen auf ihr Sträußchen.

Und jetzt komme ich ins Spiel.

Aus diesen Tränen wuchs ich auf! Vor der Krippe, auf den kalten Steinen der Kathedrale, lies ich meine Blätter in schönstem Rot erstrahlen. Ein Gemurmel erhob sich und alle zeigten auf Pepita und mich. Pepita strahlte, es gab keinen Grund mehr sich zu schämen. Eine neue Legende war geboren und ich wurde zur „Flor de la noche buena”, zur „Blume der heiligen Nacht”.

Erst später wurde mir bewusst, was das alles zu bedeuten hatte. Dieser Gott will für alle Menschen da sein, er will Mut geben. Gerade den Armen, Schwachen und Hoffnungslosen wollte er ein Zeichen geben. Und ich bin stolz und froh, ein Teil dieses Wunders zu sein.  

Also erinnert euch daran, liebe Menschen. Ich bin mehr als eine Dekoration in den perfekten Weihnachtsfarben.

Ich bin ein Symbol der reinen Liebe!

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